Pathologischer PC-Gebrauch

Internet und Computer haben ein hohes Abhängigkeitspotential. Der pathologische Gebrauch von Internet und Computer nimmt mit der sich ausweitenden Verbreitung dieser Technologien ständig zu. Gebräuchliche Begriffe sind "Computersucht", "Internet-Sucht" oder "Medienabhängigkeit".

Niesing et al. (2001) legten folgende Kriterien für den pathologischen Gebrauch von PC/Internet fest:

  1. Einengung des Verhaltensspielraums
  2. Kontrollverlust ("nicht aufhören können")
  3. Toleranzentwicklung (d.h. zunehmend mehr Zeit wird am PC verbracht)
  4. Entzugserscheinungen, wenn der PC mal ausbleibt
  5. Negative soziale und persönliche Konsequenzen.

 

Allgemeine Informationen
 

  • Die Rehabilitation findet in den neuen Gebäuden der DIAKO Nordfriesland in Breklum statt.
  • Die Abteilung bietet Platz für durchschnittlich 24 Patientinnen und Patienten, die in der Regel in separaten Einzelzimmern mit Bad untergebracht sind.
  • Es werden derzeit gemeinsam mit der Gruppe der pathologischen Glückspieler zwei Bezugsgruppen angeboten. Aufnahme finden sowohl abhängige Frauen als auch Männer.
  • Die Bezugstherapie wird in gemischtgeschlechtlichen Gruppen durchgeführt. Frauen nehmen gemeinsam in einer Bezugsgruppe teil.
  • Paarbehandlungen sind möglich. Eine vorherige Absprache ist erwünscht. Die Behandlung findet in getrennten Bezugsgruppen statt. Eine gemeinsame Unterbringung kann im Einzelfall vorab abgestimmt werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, bei gegebener Indikation, die Behandlung teilstationär durchzuführen.

 

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Behandlungsangebote

  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Information und Prävention
  • Rückfallprophylaxe
  • Förderung der beruflichen Integration
  • Kognitives Training, Ergotherapie
  • Physio- und Bewegungstherapie und Sportgruppen
  • Angehörigenarbeit
  • Teilnahme an Selbsthilfegruppen
     

Spezialangebote

 

  • "Vernetzt behandeln - Therapieerfolg sichern": Stabilisierende Behandlungswege von der Aufnahme bis in die Nachsorge
  • Angebote für Medienabhängigkeit (PC/Internet)
  • Erlernen des angemessenen Umgangs mit PC/ Internet
  • Behandlung von Begleiterkrankungen wie z.B. Depressionen, Angst oder Traumatisierungen
  • Behandlung von weiteren Süchten
  • Traumatherapie, nach Rücksprache
  • Paartherapie
  • Berufliche Orientierung und Arbeitserprobung
  • Ernährungsberatung und Lehrküche
     

Behandlungsdauer


Die Behandlungsdauer beträgt ca. 7 bzw. 8 Wochen, bei Langzeitbehandlung 15 bis 16 Wochen. Bei Auffangbehandlungen und Kriseninterventionen wird die Behandlungsdauer individuell festgelegt.

Behandlungsziele


Behandlungsziele sind 

  • Erhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit
  • Förderung der Einsicht in die eigene Suchtentwicklung
  • Erarbeitung eines abstinenten Lebenskonzeptes mit neuen Handlungsstrategien
  • Stärkung des Selbstwertes und der Selbstverantwortung
  • Förderung der Beziehungsfähigkeit
  • Anbindung an geeignete Nachsorge