Pathologisches Glücksspiel

Pathologisches Glücksspiel ist als Störung definiert, wenn das Glücksspiel die Lebensführung des Betroffenen beherrscht und zum Verfall der sozialen, beruflichen, materiellen und familiären Werte und Verpflichtungen führt (ICD 10=F63.0).

In der Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen behandeln wir Menschen mit einer Pathologischen Glücksspielabhängigkeit, die zusätzlich zu einer stoffgebundenen Abhängigkeit besteht oder wenn das Pathologische Glücksspielen als Krankheitsbild im Vordergrund steht.

Allgemeine Informationen
 

  • Die Rehabilitation findet in den neuen Gebäuden der DIAKO Nordfriesland  in Breklum statt.
  • Die Unterbringung erfolgt in Einzelzimmern mit eigenem Bad. 
  • Es werden zwei Bezugsgruppen angeboten. Aufnahme finden sowohl abhängige Frauen als auch Männer.
  • Die Bezugstherapie wird in gemischtgeschlechtlichen Gruppen durchgeführt. Frauen nehmen gemeinsam in einer Bezugsgruppe teil.
  • Paarbehandlungen sind möglich. Eine vorherige Absprache ist erwünscht. Die Behandlung findet in getrennten Bezugsgruppen statt. Eine gemeinsame Unterbringung kann im Einzelfall vorab abgestimmt werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, bei gegebener Indikation, die Behandlung teilstationär durchzuführen.


Download: Infoblatt.pdf

 

Behandlungsangebote

  • Einzel- und Gruppentherapie
  • Information und Prävention
  • Rückfallprophylaxe
  • Förderung der beruflichen Integration
  • Kognitives Training, Ergotherapie
  • Physio- und Bewegungstherapie und Sportgruppen
  • Angehörigenarbeit
  • Teilnahme an Selbsthilfegruppen
     

Spezialangebote

 

  • "Vernetzt behandeln - Therapieerfolg sichern": Stabilisierende Behandlungswege von der Aufnahme bis in die Nachsorge
  • Angebote für Spieler (pathologisches Glücksspiel) 
  • Behandlung von Begleiterkrankungen wie z.B. Depressionen, Angst oder Traumatisierungen
  • Behandlung von weiteren Süchten
  • Traumatherapie, nach Rücksprache
  • Paartherapie
  • Berufliche Orientierung und Arbeitserprobung
  • Ernährungsberatung und Lehrküche
     

 

Behandlungsdauer


Die Behandlungsdauer beträgt ca. 7 bzw. 8 Wochen, bei Langzeitbehandlung 15 bis 16 Wochen. Bei Auffangbehandlungen und Kriseninterventionen wird die Behandlungsdauer individuell festgelegt.

Behandlungsziele


Behandlungsziele sind 

  • Erhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit
  • Förderung der Einsicht in die eigene Suchtentwicklung
  • Erarbeitung eines abstinenten Lebenskonzeptes mit neuen Handlungsstrategien
  • Stärkung des Selbstwertes und der Selbstverantwortung
  • Förderung der Beziehungsfähigkeit
  • Anbindung an geeignete Nachsorge