Regionales Psychiatriebudget in Nordfriesland

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Mit der Einführung des "Regionalen Psychiatriebudgets" (RPB, Beginn 2009) bereitet sich die DIAKO Nordfriesland weiter auf eine zukunftsfähige Psychiatrie vor. Im RPB ist eine grundlegende Neuorganisation des klinischen Alltags notwendig.
Ziel der begleitenden Evaluation ist die Analyse und Beschreibung der Veränderungen, die der Einführung des RPB folgen.

Ergebnisse der begleitenden Evaluation

(Analyse der Daten aus den Jahren 2008 bis 2012):

Das ambulante und tagesklinische Angebot wurde gestärkt und ausgeweitet.

Die Einführung der sektorenübergreifenden Behandlung, ambulant vor teilstationär vor vollstationär, erfolgte ohne Qualitätsverlust für den Patienten: Wiederkehrerquote und Dauer bis zur Wiederaufnahme blieben konstant.

Erhöhung der Patientenzahlen: Durch die sektorenübergreifende Behandlung konnten insgesamt mehr Patienten behandelt werden: Die psychiatrische Versorgung der Menschen innerhalb Nordfrieslands wurde so verbessert (+21%).

Ländliche Regionen: Die psychiatrische Versorgung der Menschen innerhalb Nordfrieslands, die in den Randlagen wie Inseln, Halligen, Grenzregion zu Dänemark oder an den Kreisgrenzen wohnen, wurde gleichfalls verbessert (+20 bis 40%).

Demographie: Das mittlere Alter der Patienten der Fachklinik veränderte sich in den Jahren 2008 bis 2012 kaum. Betrachtet man jedoch die Altersverteilung in Altersklassen, so wird eine Verschiebung des Altersgipfels deutlich, von der Klasse der 30-44-jährigen in die Klasse der 45-64-jährigen.

Diagnosen: Die Anzahl der Patienten in der Diagnoseklasse F10-F19 (alle Regionen) sank in den Jahren 2008 bis 2012 um 15%, während die Anzahl der Patienten in der Diagnoseklasse F30-F39 um 27% und in der Klasse F40-F49 um 37% anstieg.

von Dr. Christoph Mai, Chefarzt und Dr. Anke Bauer, wiss. Mitarbeiterin.

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Ansprechpartnerin:
Dr. rer.nat. Anke Bauer
eMail: anke.bauer(at)diako.de

Partner der DIAKO Nordfriesland:
Fachhochschule Flensburg, Prof. Roland Trill