Suchttherapie für Menschen mit Intelligenzminderung

Ein Gemeinschaftsprojekt der Behindertenhilfe und der Suchthilfe im Norden.

Die Prävalenz von Abhängigkeit oder Missbrauch von Alkohol oder anderen Suchtmitteln ist unter den Menschen mit Intelligenzminderung, die bspw. in Werkstätten für geistig behinderte Menschen (WfbM) arbeiten, genauso hoch wie unter den Menschen ohne Behinderung.

Für die Betroffenen existieren bislang jedoch kaum geeignete Therapieangebote. Die Teilnahme an einer stationären oder ambulanten Therapie in Einrichtungen für nicht behinderte Suchtkranke hat aufgrund der "Komm-Struktur", den hohen verbalen und kognitiven Anforderungen und der Gefahr von Ausgrenzungen wenig Erfolgsaussichten.

Ziel des Projektes "Suchttherapie für Menschen mit Intelligenzminderung" ist es daher, ein ambulantes, angepasstes und niedrigschwelliges Therapieangebot für die Betroffenen anzubieten und weiter zu entwickeln. Nach der Teilnahme an einer Motivationsgruppe ist der Übergang in eine ambulante Rehabilitation möglich.

Kennzeichen des Projektes sind bspw. die enge Zusammenarbeit zwischen Behindertenhilfe und Suchthilfe, der niedrigschwellige Zugang (z.T. Treffen vor Ort in bekannter Umgebung der Werkstätten), kleine Gruppen, kurze Therapieeinheiten, hohe Beziehungsqualität und -kontinuität, die Verwendung einfacher Sprache und angepasster Therapieansätze.

Beteiligte Einrichtungen sind:

  • Das Suchthilfezentrum Schleswig
  • Die Kappelner Werkstätten / St. Nicolaiheim Sundsacker e.V.
  • Die Schleswiger Werkstätten / NGD
  • Die DIAKO Nordfriesland (Evaluation).

Ansprechpartner

Rolf Hübenthal

Suchthilfezentrum Schleswig
Tel: 04621 4861 -0

eMail: rolf.huebenthal(at)diako.de

www.suchthilfezentrum-sl.de