Inklusion: Suchthilfezentrum Schleswig startet Projekt - Schwerpunkt liegt auf dem Thema „Burn Out“

Wir bitten, interessierte Betriebe, betroffene Menschen und Kooperationspartner sich zu melden!

Seit 1997 haben sich die Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen verdoppelt: Im Jahr 2008 war schon jeder sechste bis zwölfte Arbeitnehmer aufgrund von psychischen Erkrankungen arbeitsunfähig. „Inklusion“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der betroffene Arbeitnehmer rechtzeitige Hilfen erhält und dass er befähigt wird, weiterhin am Arbeitsleben teilzuhaben.

Das Suchthilfezentrum Schleswig erhielt Ende 2013 den Zuschlag für das Projekt „Inklusion“. Es wird gefördert von der Aktion Mensch und hat eine Laufzeit von 36 Monaten.  

 

Wir bitten, interessierte Betriebe, betroffene Menschen und Kooperationspartner sich zu melden!

 

Ansprechpartner für das Projekt sind:

Wolfgang Grote, Leiter des Suchthilfezentrums,

Sandra Rudat und Klara Zimmermann

Kontakt und Infos: Tel. 04621 4861 -0

eMail: rudat@suchthilfezentrum-sl.de

www.suchthilfezentrum-sl.de

 

Zielgruppen des Projektes sind:

  • Betriebe, in denen Mitarbeitende wegen psychischer Probleme auffällig geworden sind, aber noch keine so genannte „Aussteuerung“ unmittelbar droht.
  • Menschen mit psychischen Belastungsstörungen.
  • Menschen, die von psychischen Belastungsstörungen bedroht sind. 

Das Projekt hat folgende Ziele:

  • Ausgrenzung von Mitarbeitenden mit psychischen Belastungsstörungen (Stichwort „Burn Out“) aus dem 1. Arbeitsmarkt zu verhindern.
  • Menschen mit psychischen Belastungsstörungen in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern.
  • Betriebe des ersten Arbeitsmarktes für die Gründung von Integrationsfirmen zu motivieren.
  • Information der Öffentlichkeit über Inklusion in der Arbeitswelt vor dem Hintergrund des Inklusionsprojektes.  

Zur Umsetzung der Ziele sind folgende Module geplant:

1. Prävention und Beratung, bspw.

  • Seminare zum Thema Burn Out
  • Führungskräfteschulungen
  • Assistenz und Beratung der Betriebe und der Mitarbeitenden in Fällen von Burn Out oder drohendem Burn Out vor Ort
  • Coaching, Beratung und psychotherapeutische Kurzzeitintervention bei betroffenen Mitarbeitenden als kurzfristige Überbrückungshilfen
  • Supervision als Angebot bei betrieblichen Konflikten und zur Verbesserung des Arbeitsklimas vor Ort
  • Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) und Unterstützung bei der Durchführung
  • Unterstützung und Begleitung betrieblicher Gesundheitszirkel

 

2. Öffentlichkeitsarbeit: Kulturveränderung ist ein langfristiger Prozess. Ein wesentlicher Bestandteil dessen ist nachhaltige fortdauernde Öffentlichkeitsarbeit. 

3. Förderung der Beschäftigung von Menschen mit psychischen Belastungsstörungen oder psychischen Behinderungen in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes.  

4. Gründung von Integrationsfirmen.