Schleswig-Holstein verzeichnet eine überdurchschnittliche Suizidrate. Um dem entgegenzuwirken, baut der Verein Lichtblick e.V. in Flensburg eine Landeskoordinationsstelle auf. Diese soll Hilfsangebote besser vernetzen und bekannt machen, insbesondere für Menschen in ländlichen Regionen, die oft isoliert sind.
„Unser Ziel ist es, Menschen in akuten Krisen schnell zu stabilisieren und ihnen wieder Handlungsspielräume zu eröffnen – unbürokratisch und kostenfrei“, sagt Sören Hauke, Geschäftsführer von Lichtblick. Die Koordinationsstelle wird ab Februar aufgebaut und plant eine Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, Kliniken, Schulen, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten sowie Kammern und Verbänden.
Hauke Staats, Chefarzt der DIAKO Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Villa Paletti) in Flensburg, betont die Bedeutung niedrigschwelliger Zugänge: „Angebote wie Lichtblick sind essenziell, um Kinder und Jugendliche früh begleiten zu können. Gedanken an Leben und Tod sind Teil der Entwicklung, doch entscheidend ist, dass belastete junge Menschen früh Hilfe finden.“
Link zum ganzen Interview: Dem Suizid vorbeugen: SH startet Netzwerk für Hilfsangebote - von Anne Lemo:
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