Biofeedback - wie geht das und wem hilft das? 

20.04.2023 - Biofeedback ist besonders hilfreich bei Stress, Angst, Depressionen und vielen anderen seelischen Störungen mit körperlichen Symptomen.

Nina Paulsen und Swantje Pohlmann, Station H2, Flensburger Fachklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, zeigen wie es geht – beide haben eine Biofeedback-Therapeutenausbildung absolviert und freuen sich nun den Patient*innen dieses zusätzliche therapeutische Angebot zu machen.

„Zuerst werden die Messinstrumente am Körper angebracht, z.B. im Nacken mit Klebepads zum Messen der Muskelspannung, über Finger oder Bauch wird Atmung, Puls, Temperatur oder Ähnliches gemessen“, erklärt Nina Paulsen.

Swantje Pohlmann zeigt wie sich ein Bild am PC mit ihrer Atmung verändert, zum Beispiel ein Ball: „Der Ball wird mit meinem ruhigen Einatmen größer und beim Ausatmen kleiner. Durch diese direkte visuelle Rückmeldung kann ich viel besser lernen, wie ich durch meine Atmung Anspannung verringern kann.

Vor allem lerne ich auch, dass ich selbst etwas tun kann und meiner Erkrankung, etwa einer Panikattacke nicht hilflos ausgeliefert bin, das ist für viele Betroffene eine große Hilfe“, berichtet sie uns.

„An einer Messkurve ist der Unterschied zwischen Anspannungsphase und Entspannungsphase gut zu erkennen. Das klappt nicht gleich, etwas Übung gehört dazu. Nach 4-8 Terminen können viele Betroffene die Methode so anwenden, dass sie sie auch ohne Bildschirm im Alltag für sich nutzen können“, freut sich Nina Paulsen.

Neben Atemübungen, die helfen Anspannungen abzubauen, kann man mit der Methode zum Beispiel auch lernen, Muskelspannungen zu reduzieren, um Schmerzen zu lindern. Der Erfolg wird direkt auf dem Biofeedback-Gerät angezeigt.

Biofeedback kann die Therapie folgender Krankheitsbilder positiv unterstützen: z. B.

  • Stress / Burn-Out
  • Angst- und Panikstörungen
  • Depressionen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS / PTSD)
  • Migräne und weitere Kopfschmerzen
  • Chronische Schmerzen
  • Somatoforme Störungen u.a.

 

Bei Instagram gibt es zum Thema ein kurzes Video:  Anschauen und folgen auf:  @diakopsych

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Mehr über die   Station H2 „Schwerpunkt Psychosomatik“ erfahren (Link anklicken) 


Fotos: Bauer

 

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