Suchthilfezentrum Kiel

Behandlung und Therapie

Auf dieser Seite finden Sie unser Behandlungsangebot. 

Psychotherapie für Substituierte

Seit vielen Jahren bietet das Suchthilfezentrum Kiel substituierten Menschen eine ambulante Psychotherapie an. Dieses psychotherapeutische Angebot richtet sich an stabil substituierte Personen, die eine geringe oder mittlere Dosis des Substitutes erreicht haben und nachweislich keinen Beikonsum zeigen.

Die Substitution ist parallel in der DIAKO Fachambulanz oder anderen Praxen möglich.

Zu Beginn wird die psychotherapeutische Sprechstunde angeboten, auch können bis zu 4 Probegespräche stattfinden, um dann zu entscheiden, ob die ambulante Psychotherapie sinnvoll und ausreichend ist.
Nach der Sprechstunde, den probatorischen Sitzungen, der Diagnosestellung und Antrag bei der jeweiligen Krankenkasse, kann eine Einzelpsychotherapie mit ca. einem Kontakt in der Woche oder alle 2 Wochen angeboten werden. In Krisenzeiten kann die Frequenz zunehmen und zum Abschied hin können die Abstände zwischen den Terminen länger sein. 

Die Einzelpsychotherapie ist tiefenpsychologisch fundiert und wird als Akutpsychotherapie,  als Kurzzeit- oder als Langzeittherapie angeboten.
Neben der Abhängigkeitserkrankung geht es um die Problembereiche, die neben der Sucht stehen. Krankheitsbilder wie Depression, Zwänge, posttraumatische Belastungsstörung oder Ängste, aber auch Persönlichkeitsstörungen werden behandelt. Sehr häufig sind sie Ursache oder aber Folge einer Abhängigkeitserkrankung.
Ziel der Therapie ist es, zuerst eine tragfähige Beziehung zum Klienten aufzubauen. Eine Einsicht in die psychodynamischen Zusammenhänge soll zur Ich – Stärkung, Bewusstwerdung und Veränderung der Problematik führen.

Die Psychotherapie obliegt der gesetzlichen Schweigepflicht. Der Diplom-Psychologe ist ein in der Suchtarbeit erfahrener psychologischer Psychotherapeut und darf mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen, so dass Ihnen keine Kosten entstehen. 

Die stabile Beikonsumfreiheit sowie eine mittlere oder untere Dosierungshöhe mit dem Substitut (Methadon, Polamidon, Subutex, etc.) sind erforderlich, damit ein emotionaler Zugang möglich ist und auch bei schwierigen Themen kein Beikonsum eintritt.

Erwartet wird eine gewisse Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Offenheit und Mitarbeit des Patienten.

Karl Krüdenscheidt
Dipl.-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut
Telefon:  0431  66 846 -15 (Zentrale)

eMail: info@fachambulanz-kiel.de

Weitere Informationen erhalten Sie telefonisch oder im persönlichen Erstgespräch.

Ambulante Rehabilitation

Die Ambulante Rehabilitation des Suchthilfezentrums Kiel richtet sich an Drogenabhängige, die den Wunsch haben, clean zu leben. Die Ambulante Rehabilitation - auch "Ambulante Therapie" genannt - ermöglicht und unterstützt die Auseinandersetzung mit dem eigenen Suchtverhalten. Ziel ist die Entwicklung von persönlicher Zufriedenheit und Zuversicht, eines positiven Selbstbildes ohne Drogeneinnahme.

Im Mittelpunkt einer Ambulanten Reha stehen

  • die Stabilisierung der Abstinenz
  • Rückfallvorbeugung und Umgang mit Suchtdruck
  • die Förderung persönlicher Stärken
  • die soziale Integration
  • der Umgang mit persönlichen Krisensituationen
  • das Entwickeln neuer Lebensperspektiven
  • die Sicherung des Arbeitsplatzes  bzw. berufliche Wiedereingliederung.
  • Vorbereitung - Information, Abklärung der Motivation, Ärztliche Untersuchung, Beantragung
  • Einzel- und gruppentherapeutische Gespräche
  • Partner- oder Familiengespräche
  • Entspannungsverfahren
  • Hinführung zur Selbsthilfe
  • Begleitende Hilfen (Freizeitgestaltung, berufliche Integration)
  • Ärztliche und labormedizinische Untersuchungen
  • Abstinenzkontrollen
  • Wissensvermittlung zu Sucht, MPU, Depression, u.a.
  • Kostenübernahme (durch Krankenkasse, Rentenversicherungsträger oder Sozialhilfeträger)
  • Terminverlässlichkeit
  • Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Abstinenzvermögen
  • geringe Substitution ohne Beikonsum über längere Zeit mit kurzfristig erreichbarem Ziel der Abstinenz
     

Dauer: 6 Monate - 1,5 Jahre, wöchentl. 1 - 2 Termine 

Wenn Sie sich für eine Ambulante Rehabilitation im Suchthilfezentrum Kiel interessieren, wenden Sie sich gerne an unser Therapeutenteam:

Telefon:  0431  66 846 -23  oder  -35

eMail: info(at)fachambulanz-kiel.de
 

Download: Infoblatt Ambulante Rehabilitation

Die Kombi-Therapie

- verbindet die Vorteile der ambulanten und stationären Therapie

Ambulante Weiterbehandlung - Kombitherapie - Nachsorge

Um die Vorteile der ambulanten und stationären Therapie zu nutzen, bieten wir in Kooperation mit der DIAKO Nordfriesland eine Verzahnung von ambulanten und stationären Modulen an, eine sogenannte Kombitherapie, die sich über 52 Wochen erstreckt. Damit kann auf die persönliche Situation flexibel reagiert werden. Möglich ist z.B. ein stationäres Modul als stabilisierender Beginn oder als Stützung (Krisenintervention) im Verlauf der Therapie.

Ferner bieten wir im Anschluss an eine stationäre Therapie eine ambulante Weiterbehandlung oder eine Nachsorge an. Beide dienen der persönlichen Festigung und dem Transfer in den Alltag.

Wenn Sie sich für eine Kombi-Therapie im Suchthilfezentrum Kiel interessieren, wenden Sie sich gerne an unser Therapeutenteam:

Telefon:  0431  66 846 -23  oder  -35

eMail: info(at)fachambulanz-kiel.de

Ambulante Nachsorge

Die Ambulante Nachsorge ist ein unterstützendes Angebot der Suchthilfe, das sich an eine abgeschlossene, stationäre Entwöhnungsbehandlung (medizinische Rehabilitation Suchtkranker) anschließt, um den Behandlungserfolg zu sichern.

Die Patientinnen und Patienten werden unterstützt, ein dauerhaft suchtmittelfreies Leben zu führen und die in der medizinischen Rehabilitation erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten im Alltag zu erproben und umzusetzen.

Im Mittelpunkt einer Nachsorge stehen

  • die Aufrechterhaltung und Stabilisierung der Abstinenz
  • Rückfallprävention und Umgang mit Suchtverlangen
  • Klärung sozialrechtlicher Fragestellungen
  • Thematisierung aktueller Probleme (z.B. in sozialen Beziehungen oder am Arbeitsplatz)
  • Bearbeitung von Krisen/Rückfällen - Erarbeitung angemessener Konfliktlösungsstrategien
  • Aufbau und/oder Stabilisierung suchtmittelfreier sozialer Kontakte
  • Stärkung der Eigenaktivität (z. B. Freizeitgestaltung)
  • Inanspruchnahme von Maßnahmen schulischer oder beruflicher (Wieder-)Eingliederung
  • die Sicherung des vorhandenen Arbeitsplatzes 
  • Inanspruchnahme notwendiger medizinischer und therapeutischer Hilfen
  • Inanspruchnahme notwendiger Beratungsleistungen (z. B. Schuldenberatung, Familienberatung)
  • Vermittlung in Selbsthilfegruppen
  • Vermittlung anderweitig notwendiger Unterstützungsangebote (z. B. Eingliederungshilfe)
  • Die Ambulante Nachsorge wird von der Rentenversicherung für einen Zeitraum von 6 Monaten bewilligt.
  • Die 20 bewilligten Gesprächseinheiten werden von uns als wöchentliche Einzelgespräche und/oder Gruppengespräche angeboten.
  • Bei Bedarf haben Sie Anspruch auf zwei zusätzliche Angehörigengespräche.
  • Im Einzelfall kann die Nachsorge um weitere 6 Monate verlängert werden.
  • Bei vorliegender Kostenübernahme durch die Rentenversicherung ist die Nachsorge für Sie zuzahlungsfrei


Dauer: 6 Monate (im Einzelfall bis zu 12 Monate)

die Voraussetzungen für die Teilnahme sind:

  • Abstinenz
  • Terminverlässlichkeit
  • Bereitschaft zur Mitarbeit
  • Vorliegen einer gültigen Kostenbewilligung des zuständigen Leistungsträgers
  • Der Antrag auf ambulante Nachsorge in unserer Einrichtung sollte vier Wochen vor dem geplanten Abschluss Ihrer Rehabilitation von ihrer Rehabilitationseinrichtung gestellt werden, damit die Nachsorge nahtlos an Ihre Therapie anschließen kann.
  • In Ausnahmefällen können Sie auch noch nach der Beendigung der stationären Therapie einen Antrag auf Weiterbehandlung stellen. Wir unterstützen Sie gerne dabei.
  • In einem telefonischen Vorgespräch können wir alle wichtigen Fragen zum Ablauf und der Organisation Ihrer Nachsorge besprechen.

Wenn Sie sich für eine Nachsorge im Suchthilfezentrum Kiel interessieren, wenden Sie sich gerne an unser Nachsorgeteam:

Telefon:  0431 - 66 846 15

eMail: info(at)fachambulanz-kiel.de

"Ergotherapie fördert u.a. Ihre sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten."
Synje Klohn, Ergotherapeutin

Ergotherapie

Das Ziel der Egotherapie im Allgemeinen sind die (Wieder-) Gewinnung und Erhalt von Handlungskompetenzen sowie die Förderung von sozialen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten.

Ergotherapie hilft Ihnen, den Tagesablauf besser zu strukturieren, soziale Kontakte aufzubauen und Ihre Belastbarkeit zu steigern. 

Der Spaß am Umgang mit kreativen Medien spielt eine zentrale Rolle. In der Ergotherapie stehen Ihnen verschiedene Materialien und handwerkliche Techniken zur Verfügung und Sie können etwas herstellen.

Ihnen steht auch ein PC mit Internetzugang und Drucker zur Verfügung um zum Beispiel Ihre E-Mails abzurufen, Wohnungsinserate zu sichten oder aber Ihre Bewerbungsunterlagen auszudrucken.

In einer kleinen Gruppe und in offener, unterstützender Atmosphäre haben Sie die Möglichkeit, etwas Neues auszuprobieren, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und eigene Stärken zu entdecken.

Neben der offenen Werkgruppe gibt es spezielle Gruppenangebote:

Am Montag und Freitag: von 9:00  bis  11:00 Uhr

Wir bieten in netter Atmosphäre Kaffee und belegte Brötchen zum Selbstkostenpreis an.

Am Dienstag: von 11:00  bis  11:30 Uhr

In einer kleinen Gruppe haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gedächtnisleistung zu überprüfen und mit geeigneten Übungen zu verbessern.

Öffnungszeiten der offenen Werkgruppe:

Dienstag:    
08:30  bis  12:00 Uhr

Donnerstag:
08:30  bis  12:00 Uhr

Außerhalb dieser Öffnungszeiten sind auch Einzeltermine möglich, die gerne mit mir persönlich abgesprochen werden können.

Bei Interesse melden sie sich direkt in den Räumen der Ergotherapie - im Anbau gegenüber, oder bei ihrem behandelnden Arzt/Ärztin, Therapeuten/in der DIAKO Fachambulanz

Die Ergotherapie ist ein Angebot für alle Patienten des Suchthilfezentrums und der DIAKO Fachambulanz. Es braucht keinerlei Voraussetzungen und die Kosten werden durch die Krankenkasse übernommen.

Synje Klohn
Ergotherapeutin

Telefon  0431  66 846 -49
eMail: synje.klohn(at)fachambulanz-kiel.de
 

Download: Infokarte Ergotherapie